Vorwort
Auch an unserer kleinen Grundschule können Gefahrensituationen auftreten. Deshalb ist es erforderlich, dass wir uns mit der Thematik möglicher Gefährdungen auseinandersetzen und versuchen, gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungsstrategien festzulegen.

Sicherheitstechnische und bauliche Maßnahmen
Da aufgrund der Schulgröße die Bestellung eines GS- Sicherheitsbeauftragten nicht zwingend notwendig ist, übernimmt Frau Kalisch bis auf Weiteres diese Aufgabe.
Die Vertreter der Gemeinde Diekholzen führen gemeinsam mit den entsprechenden Sicherheitsbeauftragten regelmäßige Kontrollgänge durch die Schule durch.
Die entsprechenden Protokolle, in denen auch die festgestellten Mängel und Einzelgefährdungen aufgeführt sind, liegen der Gemeinde vor.
Es ist Ziel, die Mängel möglichst umgehend zu beseitigen.

Brandschutz in der Schule
In der Grundschule Diekholzen gibt es einen separaten Feueralarmplan, der sich in der Schulordnung befindet. Dieser Plan wird jeweils zu Beginn eines Schuljahres in den Klassen besprochen. In jedem Klassenraum hängt ein Plan des Fluchtweges.
Dieser Plan gilt für jede Räumung des Gebäudes.
Mindestens einmal jährlich findet eine unangemeldete Alarmübung in der Grundschule Diekholzen statt. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler ein geordnetes schnelles Verlassen des Gebäudes üben und die im Unterricht besprochenen Verhaltensweisen einhalten.
Auf dem Sammelplatz kontrolliert die Schulleitung, ob die Klassen vollzählig in Begleitung ihrer Lehrkraft das Gebäude verlassen haben.
Es wird die Zeit festgehalten, die zur Räumung des Gebäudes benötigt wurde.
Anschließend findet in den Klassen eine Nachbesprechung statt.
Brandschutztüren der Schule sind auf dem Flur, zum Werkraum und zum Betreuungsraum.

Zum sachgemäßen Verhalten bei Feuer und zum Umgang mit Feuer findet jeweils im Rahmen des Sachunterrichts in der 3. Klasse eine Unterrichtseinheit statt. Außerdem wird die Ortsfeuerwehr besucht.

Unfälle in der Schule
Das Kollegium der GS Diekholzen nimmt regelmäßig alle 3 Jahre an Erste Hilfe- Kursen teil, die gemeinsam mit den Kollegien von Söhre und Barienrode in der GS Diekholzen stattfinden.

Die Lehrkräfte sind angewiesen, in ernsten Fällen, (hierfür ist jeweils das eigene Ermessen ausschlaggebend) schnellstmöglich über den Notruf 112 oder 110 Hilfe anzufordern und anschließend die Schulleitung zu informieren. Ergänzend ist ggf. die Gemeindeverwaltung (202-0) zu verständigen. Weitere wichtige Rufnummern sind im Lehrerzimmer, im Schulleiterzimmer und in der Turnhalle ausgehängt.
Telefone befinden sich im Lehrerzimmer, im Schulleiterzimmer und in der Turnhalle.

Bei Schülerunfällen werden die Eltern schnellstmöglich zur Hilfe geholt.
Sollte ein Kind ins Krankenhaus gefahren werden müssen wird ein Krankenwagen bestellt.
Leichter verletzte Kinder werden in Begleitung und nach telefonischer Anmeldung zu Dr. Claßen gebracht.
Erste Hilfe- Kästen befinden sich im Lehrerzimmer und in der Lehrerumkleide der Sporthalle.

Verletzte oder kranke Kinder werden nicht allein gelassen!

Bagatellverletzungen werden durch Pflaster oder die Ausgabe von Kühlkissen versorgt.

Unfallmeldungen werden durch unseren Sekretär erstellt. Bei Schul- Unfällen haftet in der Regel die Gemeinde- Unfall- Versicherung (GUV).

Besondere Notfälle
Als besondere Notfälle sind denkbar:
Brand-/Gasalarm, Bombendrohung, Naturkatastrophe, Explosion, Vergiftung,
Sittlichkeitsdelikt, Geiselnahme, Amoklauf.

In allen Fällen muss so schnell wie möglich ein Notruf getätigt werden.

Bei der Alarmierung ist, wenn möglich, eine Situationsanalyse durch die Schule, ansonsten durch die Rettungskräfte vor Ort durchzuführen.
Ein Krisenstab wird im Rathaus eingerichtet. Im Rathaus sind auch Zweitschlüssel zu den zur Schule gehörenden Gebäuden hinterlegt.
Die Öffentlichkeit wird nur nach Absprache zwischen allen Einsatzkräften informiert.
Es ist davon auszugehen, dass je nach Schadenlage die Feuerwehr oder der Rettungsdienst vor Ort die Einsatzleitung übernimmt. Bei Großschadenslagen übernimmt im Ernstfall die Polizei die Einsatzleitung.
Bei Bedarf sind Erste-Hilfe-Maßnahmen durchzuführen.
Bei Gewaltdelikten sind die Anweisungen der Täter zu befolgen.
Die Betreuung von Eltern und Kindern während eines extremen Notfalles bzw. die Nachbetreuung der Kinder und Eltern wird durch das Rathaus angefordert und koordiniert.

Schüler, Eltern und sonstige Personen dürfen nicht nach Hause gehen, bevor eine Vollständig-keitskontrolle durch die Einsatzkräfte vorgenommen wurde. Der Krisenstab im Rathaus organisiert alle weiteren Hilfen.

Vermisste Kinder
Die Eltern sind gehalten, kranke Kinder morgens vor Beginn des Unterrichts in der Schule zu entschuldigen. Bleibt diese Meldung aus, sollte sich der Klassenlehrer/die Klassenlehrerin baldmöglichst nach dem Verbleib des Kindes telefonisch erkundigen.
Werden im Verlauf des Schulvormittags Kinder vermisst, muss die Schulleitung sofort informiert werden, damit entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können.
Schüler/Schülerinnen dürfen das Schulgelände während des Schulvormittags nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten und nach Rücksprache mit einer Lehrkraft verlassen.
Das gilt auch für die Betreuung.

Schutz vor unbekannten schulfremden Personen
Da unsere Schülertoiletten außerhalb des Schulgebäudes liegen, gehen Kinder während der Unterrichtszeit immer mit einem Partner.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grundschule Diekholzen sind gehalten, schulfremde Personen anzusprechen und sie nach dem Grund ihres Aufenthaltes zu fragen. Gegebenenfalls sind sie an die Schulleitung zu verweisen oder werden gebeten, das Schulgelände zu verlassen.
Die Klassenräume werden in den großen Pausen verschlossen und wenn die Schüler/innen in anderen Räumen sind.
Lehrerzimmer und Schulleiterzimmer sollten geschlossen sein.
Es gibt eine Schlüsselübersicht über die vorhandenen und ausgegebenen Schlüssel bei der Gemeinde.
Grundsätzlich haben sich im Schulgebäude nur berechtigte Personen aufzuhalten.

Sicherheit im Sportunterricht
Regeln für den Sportunterricht und den Schwimmunterricht sind in der Schulordnung enthalten. Die Sportlehrer/innen achten darauf, dass sich die Schüler beim Benutzen der Halle und der Sportgeräte an diese Regeln halten. Das Thema des rücksichtsvollen Miteinanders wird immer wieder besprochen.
Im Schwimmunterricht werden Baderegeln erarbeitet.
Über das Sporthallentelefon ist die Nummer 112 frei zu wählen. Außerdem erreicht man von dort das schulische Telefon.
Listen mit den Notfallnummern der Eltern befinden sich in den Klassenordnern im Lehrerzimmer.

Hygiene/ Infektionsschutz
Im Rahmen der Erste Hilfe- Kurse erhalten die Lehrkräfte Informationen über richtige Hygiene- und Schutzmaßnahmen auch bei Infektionskrankheiten.
Informationen für Eltern befinden sich in der Schulordnung.

Ansonsten gilt: Das Verhalten muss dem Wetter angepasst sein.
Bei starker Sonneneinstrahlung findet der Sportunterricht in der Halle statt.
Hüte sollten als Sonnenschutz draußen getragen werden.
Regenpausen finden im Schulgebäude statt.
Wenn es kalt ist, werden Jacken und Mützen getragen.
Bei Schnee und Eis werden die Schüler/innen immer wieder auf angemessenes Verhalten hingewiesen.

Sicherheit auf dem Schulgelände
Ab 8.00 Uhr ist eine Aufsicht auf dem Schulflur oder hält sich gerade in einem Klassenraum auf. In den großen Pausen beaufsichtigt eine Lehrkraft den Pausenhof.
Zu Beginn ihrer Schulzeit wird den Erstklässlern das Schulgelände erklärt. Regeln, die auch in der Schulordnung wiederzufinden sind, werden besprochen.
Die Eltern erhalten eine Schulordnung und unterschreiben deren Empfang.
Die Schülerversammlung hilft mit, Gefährdungen zu erkennen und zu beseitigen z.B. durch den Einsatz von Flurlotsen.
Die Spielgeräte auf dem Schulgelände werden regelmäßig auf sichere Benutzbarkeit kontrolliert. Jährlich finden zudem Kontrollen durch den Sicherheitsbeauftragten der Gemeinde statt. Defekte Geräte werden gesperrt, bis sie repariert sind.

Sicherheit auf dem Schulweg

a) Sicherheit im Straßenverkehr
Schon am ersten Elternabend vor der Einschulung erhalten alle Eltern Informationen über sichere Schulwege für ihre Kinder. Gemeinsam mit unserem Kontaktbeamten Herrn Schmidt von der Polizeidienststelle in Diekholzen sind wir an der Aktion „Kleine Füße“ beteiligt und kennzeichnen sichere Straßenübergänge rund um die Schule mit gelben Füßen. Herr Schmidt geht dann zu Beginn des Schuljahres mit den Erstklässlern die Schulwege ab und erklärt die Gefahrenzonen.
In allen Klassen 1- 4 wird im Sachunterricht im Bereich Verkehrsunterricht/ Mobilität das richtige Verhalten im Straßenverkehr zunächst als Fußgänger und dann als Radfahrer erarbeitet. Zusätzlich kommt einmal jährlich Herr Grelka vom Verkehrsschulgarten an der Steingrube in die Klassen.
Für die Klassen 3 und 4 findet einmal jährlich ein Geschicklichkeitsturnier des ADAC aufdem Schulhof statt.
Im 4. Schuljahr findet dann im Verkehrsschulgarten Steingrube ein Radfahrtraining statt, das mit einer Radfahrprüfung endet.
Auch die Fahrräder werden von der Polizei einmal im Jahr überprüft. Die Teilnahme ist freiwillig.

Trotzdem sind unsere Schüler/innen gehalten, nicht mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen.

Bei Unterrichtsgängen sind die Lehrkräfte angehalten, mit einer Begleitperson zu gehen, um die Aufsicht zu gewährleisten. Außerdem kann das Schulhandy mitgenommen werden.

b) Sicherheit vor Übergriffen auf dem Schulweg
Da der Weg zur Schule identisch ist mit dem Weg zum Kindergarten werden die Eltern bereits im Kindergarten gebeten, mit ihren Kindern den Schulweg zu üben.
Dabei haben den Eltern eine große Vorbildfunktion.
Die Eltern werden auf den ersten Elternabenden außerdem gebeten, ihre Kinder rechtzeitig zu schicken, damit der Schulweg in Ruhe bewältigt werden kann.
Auch im Unterricht ist das richtige Verhalten auf dem Schulweg immer wieder Thema.
Ganz wichtig:
Wir gehen nicht mit Fremden mit oder steigen zu ihnen ins Auto.

Verhalten bei Unwetter
Wird über die Medien für den Landkreis Hildesheim ein Schulausfall an allgemeinbildenden Schulen bekannt gegeben, ist trotzdem sichergestellt, dass während der verlässlichen Zeiten zwischen 8.00 und 13:05 Uhr die Kinder, deren Eltern den Aufruf nicht gehört haben, im Schulgebäude betreut werden.
Findet eine Unwetterwarnung während des Schulvormittags statt, dürfen nur die Kinder das Schulgelände verlassen, die von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt werden. Alle anderen Kinder bleiben bis zum Schulschluss in der Schule und werden dort beaufsichtigt.
Ansonsten entscheiden die Erziehungsberechtigten bei widrigen Wetterlagen selbst, ob sie ihr Kind an diesem Tag zur Schule schicken oder nicht. Bei Nichtschicken muss die Schule bis 8.00 Uhr informiert werden.

Sicherheit im Umgang mit dem Internet
Unser Computerraum ist verschlossen und wird von den Schülerinnen und Schülern nur in Begleitung einer Lehrkraft betreten. Wir arbeiten überwiegend mit Lernprogrammen oder dem Leseprogramm „Antolin“.
Jugendschutzfilter sind installiert.
An allen Computern werden regelmäßig Sicherheitsupdates durchgeführt.

Sicherheit durch gezielte Schüler- Informationen
Die Schüler und Schülerinnen erhalten während ihrer Grundschulzeit jedes Jahr wieder Informationen über:

  • die Schulordnung
  • das richtige Verhalten auf dem Schulweg
  • die Gefahren bei Eis und Schnee.
  • die Gefahren bei Bränden und das richtige Verhalten im Brandfall
  • das Verbot des Mitbringens von Messern, Feuerzeugen etc.

Klasse 3 erhält im Rahmen des Schwimmunterrichtes Informationen über die Verhütung von Badeunfällen.

Sicherheit durch eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern
Die Eltern haben ihren Kindern gegenüber eine Vorbildfunktion. Sie können viel zur Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg beitragen:

  • Sie sollten ihr Kind vor Unterrichtsbeginn so rechtzeitig losschicken, dass es sich auf
    den Schulweg in Ruhe konzentrieren kann.
  • Kinder sollten möglichst den Schulweg selbständig bewältigen können. Das müssen sie
    gemeinsam mit ihren Eltern lernen. Dabei ist es hilfreich, die Gelben Füße an den
    Straßenübergängen zu nutzen. Schulwege sollten gemeinsam mit den Eltern abgegangen
    werden.
  • Die Eltern üben mit den Kindern die häusliche Anschrift und die Telefonnummer ein.
  • Werden Kinder mit längerem Schulweg mit dem PKW gebracht, so sollten die PKW- Fahrer
    • Rückhaltesysteme im KFZ nutzen.
    • Geschwindigkeitsbeschränkungen einhalten.
    • Park- und Halteverbote einhalten und vor der Schule so anhalten, dass die eigenen
    • Kinder ohne Gefährdung aussteigen können und auch andere Kinder
    • nicht auf ihrem Schulweg gefährdet werden.
  • Die Verkehrssicherheit der Fahrräder der Kinder muss regelmäßig überprüft werden.

Geänderte Notfalltelefonnummern müssen sofort der Schule mitgeteilt werden.

Dieses Sicherheitskonzept wurde in der Gesamtkonferenz am 23.02.2010 unter Einbeziehung des Schulvorstandes verabschiedet und ist damit für alle Lehrkräfte, Pädagogischen Mitarbeiterinnen, Eltern und Schüler verbindlich. Bei Bedarf (z.B. nach baulichen Maßnahmen) ist es zu aktualisieren.

 

Anlage 1: Wichtige Rufnummern und Zuständigkeiten

Anlage 2: Waffenerlass

Anlage 3: Erste Hilfe, Brandschutz und Evakuierung